Hilfestellung im Wochenbett II

Mastitis (Brustdrüsenentzündung)
wenn ihre Brüste schmerzhaft verhärtet sind, sie Fieber haben und Gliederschmerzen, wenden sie sich sofort an ihreHebamme,
denn rasch behandelt gibt es selten Probleme (wenn sie zu lange warten, kann es zur Bildung eines Abszesses kommen).
Allgemeine Ratschläge:
zuerst immer mit Wärme- (warme Wickel während des Stillens auf die Brust, damit die Milch fließen kann) und Kälteanwendung (nach dem Stillen, damit sich die Gefäße zusammenziehen)
Homöopathie: Belladonna, Bryonia, Hepar sulfuris, Lac caninum

Milchstau 
eine Überproduktion an Milch oder teilweise verstopfte Milchausführungsgänge führen zu einer schmerzhaften Verhärtung der Brust.
Allgemeine Ratschläge:
Überschüssige Milch per Hand ausdrücken, unter Wärmeanwendung ausstreifen, oder abpumpen.
         Homöopathie: Calcium carbonicum, Phytolacca, Pulsatilla, Belladonna,         
 
Zuwenig Milch
die Milchbildung unterliegt der Nachfrage des Kindes und seiner momentanen Trinkmenge. Alle 4-6 Wochen haben die Säuglinge normalerweise einen Wachstumsschub und auf den ersten Blick erscheint zuwenig Milch dazusein, da das Kind seinen  Rhythmus anscheinend nicht mehr hat und viel öfter zum Stillen kommt, bzw. auch nach der Stillmahlzeit noch schreit und hungrig ist. Diese Zeit gilt es durchzustehen, bzw. mit Hilfe einiger Mittel die Milchmenge den Bedürfnissen des Kindes anzupassen.  Auch seelischer und körperlicher Druck und Stress kann die Milchbildung verringern, denn  der Körper braucht in so einem Fall alle Reserven um stabil zu bleiben und hat nichts her zugeben. . 
Allgemeine Ratschläge:
nach jedem Stillen die Brust mit Stillöl einmassieren, Brustwarzen u. Warzenvorhof aussparen. Milchbildungstee: zu gleichen Teilen Melisse, Dill, Majoran, Kreuzblume, Fenchel und Schwarzkümmel, Anis mischen, wichtig ist, dass sie Kreuzkümmel und Fenchel frisch in der Apotheke (oder zu Hause mit dem Mörser) stoßen lassen, denn nur so können sich die ätherischen Öle richtig entfalten. Lagern sie den Tee in einer dunklen Dose, so bleiben die ätherischen Öle für ca. 3 Wochen erhalten. Trinken sie täglich bis zu vier Tassen ( höchstens einen Liter). Lassen sie den BH weg, die natürliche Reibung erhöht die Milchbildung. Sooft anlegen, wie es das Kind möchte, unter Beobachtung der kindlichen Verdauung, bei Blähungen zwei Stunden nicht unterschreiten.
Homöopathie:Pulsatilla als häufigstes Mittel, Agnus castus, Bryonia, Calcium carbonicum, Lac caninum, Lac defloratum, Secale, und Sepia.

Zuviel Milch
Dieser Zustand ist genauso belastend, wie wenn zuwenig Milch da ist. Der Säugling ist nicht im Stande die Brüste zu entleeren und allmählich kommt es zu einem Milchstau. Wenn ihr Kind nur eine Brust pro Mahlzeit trinkt und diese nicht ganz entleeren kann, wobei die zweite Brust inzwischen schon sehr spannt, Knoten auftreten und die nächste Stillmahlzeit noch in weiter Ferne liegt, muss diese Brust unbedingt entlastet werden.
Allgemeine Ratschläge:
bei jeder Stillmahlzeit darauf achten, dass die Milch gut fließt, das heißt auch den BH der anderen Brust öffnen, eine Windel unterlegen und den Überschuss ausrinnen lassen, wenn nötig einen warmen Waschlappen oder Kirschkernsäckchen auflegen, damit die Milch zu rinnen beginnt. Wenn auf der nicht getrunkenen Seite trotzdem noch Knoten oder Verhärtungen zu finden sind, dann unter der Dusche mit warmen Wasser bestrahlen und die Milch per Hand vom Brustansatz nach vorne zur Brustwarze ausmassieren. Danach sofort kühle Wickel (am besten Topfen zwischen 2 Blatt Küchenrolle streichen) und auflegen, bis er getrocknet ist. Wichtig ist es auch die Trinkmenge auf das Nötigste zu reduzieren, 1-2 Tassen Pfefferminz- oder Salbeitee reduzieren auch die Milchmenge. Einen festen BH anziehen, damit die Brüste fest nach oben gespannt sind.
Homöopathie: Pytholacca (D1-D3) II