Unser größtes Glück „Sophia“

  
 Als wir am 23.3.2010 das erste Ultraschallbild in unseren Händen hielten, begann für uns die schönste Zeit des Lebens. Der geplante Geburtstermin war am 23.11.2010. Einen Monat vor dem errechneten Termin war mein Koffer bereits gepackt und wir warteten schon voller Freude auf den grossen Tag. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass unser Baby 14 Tage früher zur Welt kommen würde. Dem war aber nicht so, unsere kleine Maus lies noch etwas auf sich warten. Dann am 19.11.2010 war es soweit. Um 4 Uhr früh löste sich der Schleimpfropf und danach hatte ich auch gleich die erste Wehe. Ich war fest im Glauben es seien nur leichte Vorwehen und schlief daher gleich weiter. Als ich 20 Minuten später wieder ein Ziehen in meinem Bauch spürte hatte ich doch irgendwie das Gefühl, dass es doch die richtigen Wehen sein könnten. Und siehe da, nach 20 Minuten kam auch schon die nächste Kontraktion. Zum Test legte ich mich in die Badewanne so
 wie es mir Karin, meine Hebamme, in unserem letzten Gespräch vor der Geburt geraten hatte. Nach dem Bad merkte ich auch, dass die Wehen immer stärker wurden. So beschloss ich Karin zur Sicherheit anzurufen. Sie sagte mir mit ruhiger Stimme: „Das sind jetzt die richtigen Geburtswehen“.
 Ich konnte es kaum fassen, dass es nun schon los ging. Die Abstände zwischen den
 Wehen wurden immer kürzer und intensiver. Um 8:30 Uhr riet mir Karin nun in die Privatklinik Graz-Ragnitz zu fahren. Genau das, war auch der richtige Zeitpunkt. Denn die Autofahrt hatte ich gerade noch gut überstanden. Um 9:30 kam ich in der Klinik an und ich war wirklich schon froh Karin zu sehen, weil ich mich bei ihr in sicheren Händen fühlte. Sie ging mit mir auch gleich in den Kreissaal. Als sie mich untersuchte war der Muttermund bereits 5 cm offen und sie meinte ich hätte schon ein Stück Arbeit geleistet. Danach hatte ich gleich einen Blasensprung und alle Minuten die Wehen. Karin meinte darauf, dass ich mein Mittagessen noch pünktlich im Zimmer essen könnte. In dem Moment konnte ich das
 gar nicht glauben, dass mein Baby in zweieinhalb Stunden da sein würde. Sie bereitete die Geburtswanne vor da ich eine Wassergeburt haben wollte. Ich war wirklich froh Karin und meinen Mann bei meiner Seite zu haben. Beide haben mich sehr motiviert und unterstützt. In der Wanne ging es dann so richtig los. Dann fragte mich Karin ob ich schon Presswehen spüre. Ich antwortete mit nein und keine 5 Sekunden darauf war schon die erste zu spüren. Und von da an hab ich geglaubt ich müsste sterben. Ich konzentrierte mich darauf, dass jede Wehe die ich hinter mir hatte mich näher zum Ziel bringen würde. Mir kam vor als hätte ich unendlich viele Presswehen gehabt. Karin sagte mir wie ich am
 besten drücken sollte, dann ging auch gleich was weiter. Nach jeder Presswehe fragte ich wie lange es noch dauern würde und sie sagte mir bei jeder Wehe eine noch dann hast du es gleich.
 Um 12:12 war es soweit. Karin legte mir Sophia in meine Hände und ich konnte mein Glück kaum fassen. Mein Mann und ich schauten uns an und Tränen liefen uns übers Gesicht -> ein überwältigendes Gefühl! Meine Geburt empfand ich als ein sehr schönes Ereignis und mein Wunsch auf natürliche Wege zu gebären wurde auch wahr. Liebe Karin, durch dich konnte ich die Geburt als ein schönes Ereignis für mich erleben. Du warst ständig an meiner Seite, hast mich unterstützt und motiviert. Dafür möchte ich mich bei dir herzlich bedanken. Danke dafür, dass du mich ernst genommen hast und dich so um mich und meine Baby bemüht hast, obwohl das für dich ja schon reine Routine ist. Danke für die Unterstützung vor, während und nach der Geburt! Du bist die beste und liebste Hebamme auf der Welt!