Geburt von Mira

Schon bevor unser viertes Kind sich sehr überraschend bei uns ansagte, hatten wir über eine Hausgeburt nachgedacht, „wenn wir jemals noch ein Kind bekommen sollten“.

 Nun war es also schneller so weit, als wir gedacht hatten, und wir überlegten wiederum, ob Hausgeburt oder nicht.

 Ich erkundigte mich also nach Hausgeburtshebammen, und meine vorherige Hebamme empfahl mir dann, Karin zu kontaktieren.

 Wir lernten uns also kennen, und es war sozusagen Liebe auf den ersten Blick. Und da stand es für mich dann fest: es wird definitiv eine Hausgeburt.

 Die Schwangerschaft war leider nicht ganz komplikationslos, und immer wieder schien es, als würden sich unsre Wünsche, was die Geburt betrifft, nicht erfüllen.

 Aber durch alle Widrigkeiten durch hat Karin mich immer wieder ermutigt und mit ihren Optimismus aufgebaut, so dass ich festhalten konnte an meinen Wünschen und Plänen.

 Und dann war es endlich soweit:

 Nach 2 fürchterlichen „letzten“ Schwangerschaftswochen, in denen ich kaum noch schlafen konnte, und immer wieder von einzelnen Wehen geplagt wurde, die so schmerzhaft waren, dass es mir schier den Atem raubte, schien es einen Tag vor meinem EGT endlich loszugehen.

 Schon in der Früh war uns klar, dass unser Baby bald kommen würde. Mein Mann nahm sich den Tag frei, und wir sagten Karin Bescheid. Gegen Mittag kam sie vorbei, um nach mir zu sehen und bestätigte unsere Vermutung vor allem mit den Worten „du schaust nach Gebären aus“. Wie wundervoll diese Worte doch für mich klangen. :)

 Der Nachmittag verlief ruhig und wehenlos, und gegen Abend hatte ich schon große Zweifel, ob unser Kind wirklich so bald auf die Welt kommen würde.

 Nach einem entspannenden Bad bekam ich allerdings kurzfristig derartig starke Wehen, dass mein Mann Karin anrief und bat sofort herzukommen. Sobald der Anruf getätigt war, waren die Wehen weg und kamen auch nicht mehr, bis Karin da war.

 Eine Untersuchung des Muttermundes machte allerdings eindeutig, dass das Baby noch diese Nacht auf die Welt kommen würde. Also machte Karin es sich mit uns gemütlich. Nach etwa einer Stunde Plauderei spürte ich die Wehen wieder stärker kommen, und Karin meinte, ich sollte sagen, wenn ich in die Badewanne wollte. Irgendwann saß ich dann also in der Wanne, und die Wehen wurden stärker. Dazwischen hatte ich aber sehr lange Pausen, in denen wir immer noch plauderten und lachten. Es war inzwischen kurz vor Mitternacht,....nur noch wenige Minuten bis zum eigentlichen EGT.

 Und dann ging alles plötzlich ganz schnell: nach dem Blasensprung hatte ich 3 oder 4 sehr starke Wehen, und danach schob und atmete ich unser Baby mit 2 Presswehen hinaus. Im warmen Kerzenschein, und nur umgeben von Mann, Freundin und Hebamme durfte ich unser Kind selbst in Empfang nehmen, und feststellen, dass unsere große Tochter und ich weibliche Verstärkung bekommen hatten.

 Diese Geburt war so unglaublich entspannt und ruhig gewesen,......einfach wunderschön!

 Unsre Wünsche und Vorstellungen wurden nicht nur erfüllt, sondern Dank Karins kompetenter und vor allem liebevoller Begleitung und Unterstützung sogar übertroffen.