Geburt von Hannah

Es war meine 7. Schwangerschaft. Meine beiden jüngsten Töchter, inzwischen bereits Teenie-Damen, waren bei Frau Felber zur Welt gekommen. Das wollte ich diesmal wieder so machen. Ich war etwas enttäuscht, als ich von Frau Felber hörte, dass sie um den Geburtstermin auf Urlaub sei. Frau Felber nannte mir ihre beiden Vertretungen, eine davon wohnt in meiner näheren Umgebung und würde auch Hausgeburten machen. Das wollte ich vorerst eigentlich nicht. Ich gab mir Bedenkzeit bevor ich bei der Vertretung anrief. Mein Mann gab mir die Entscheidungsfreiheit, wo ich unser Baby zur Welt bringen wollte. Seit dem 1. Treffen mit Karin war ich mir dann sicher, dass ich mir eine Hausgeburt mit Karin als Unterstützung gut vorstellen konnte und auch wollte. Zusätzlich gab es noch immer die Option ins Geburtshaus zu fahren. Bereits die vorbereitenden Gespräche mit Karin waren interessant und lustig. Wir hatten das Gefühl gut aufgehoben zu sein. Karin war sehr liebevoll und erschien gleichzeitig auch sehr kompetent. Als ein paar Tage vor dem errechneten Geburtstermin etwas Fruchtwasser abging, war es gut, mit ihr telefonieren zu können. Karin nahm sich dann auch noch die Zeit, persönlich vorbei zu kommen und meinte, dass es wahrscheinlich noch etwas dauern würde bis zur Geburt. Ein paar Tage später war es dann soweit. Ich hatte abends von 18- 21 Uhr zunehmende Wehen, dann waren sie plötzlich wieder vorbei. Mein Mann und ich entschieden vorerst mal schlafen zu gehen. Um Mitternacht erwachte ich nach einem erholsamen Schläfchen wieder mit zunehmenden Wehen. Ich rief Karin an. Sie schlug mir ein warmes Vollbad vor, um zu sehen, ob sich die Wehen verstärken, was sie prompt taten. Beim folgenden Telefonat entschieden wir, dass Karin gleich kommen solle. Als sie kurz darauf da war, waren die Wehen weiter fortgeschritten. Karin gab zusätzlich heißes Wasser ins Vollbad, was die Wehen weiter anfachte. Mein Mann war auch für mich da, hielt mir die Arme, ließ sich von mir drücken, wischte mir das Gesicht ab… Nachdem das Köpfchen geboren war, bat Karin darum, nicht zu pressen, erst wieder bei der nächsten Wehe war sie dann da – unsere Hannah – ein Mädchen. Es war so schön, sie in den Händen zu halten, sie anzusehen, an mich zu drücken und sie zu spüren. Und all das in einem intimen Rahmen, ganz ruhig , zuhause. Wir gaben uns die Zeit bis die Nabelschnur auspulsiert hatte. Mein Mann durfte uns dann trennen und die Nabelschnur durchschneiden. Pünktlich um 3 Uhr in der Früh, 3460 g schwer und 50 cm lang kam unsere Hannah auf die Welt. Eingewickelt in ein dunkelrotes Badetuch – rot, weil auch ihr bisheriges zuhause diese Farbe hatte – hielt mein Mann sie nun in den Armen. Die Nachgeburt verlief komplikationslos und bald nach der Geburt konnte Hannah an der Brust saugen. In der Woche nach der Geburt wurden wir täglich liebevoll und kompetent von Karin betreut und auch in der darauffolgenden Zeit, in immer länger werdenden Abständen, besucht. Sie war immer offen für Fragen und hatte hilfreiche Antworten. Es war immer wieder schön, die strahlende Karin kommen zu sehen. 

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